[Foto] Unangemeldeter Revolutionärer 1. Mai in Berlin

Um 18 Uhr des 1. Mai sollte der Revolutionäre 1. Mai (#r1mb) am Oranienplatz in Kreuzberg beginnen. Der Start wurde später auf 18:30 Uhr verschoben. Irgendwann ging es dann los, nachdem die OrderInnen des Myfest, welches 200.000 Besucher hatte, die Straßen räumten.

Zunächst begleiteten keine PolizistInnen die Demo, dann waren sie aber zu Tausenden da. Sie liefen in Zweier- und teilweise Viererreihen nebenher. Zunächst ohne Eskalation. Mehr und mehr wurden einzelne AktivistInnen mitgenommen. Dies mit oft brutalen Methoden. So konnten die AktivistInnen schon nicht mehr fliehen, da vier oder fünf PolizistInnen sie festhielten.

Bevor aber die Polizei sich einreihte, wurden Bengalos oder Rauchtöpfe gezündet. Zwischendurch wurden immer wieder Böller nach vorne und auf die Seite geworfen. Das heißt vor allem auf die anwesenden JournalistInnen. Aus der ersten Reihe des #r1mb gab es deshalb auch Kritik: „Könnt Ihr mal bitte nicht auf die Menschen werfen!“, rief ein Aktivist zu seinen werfenden GenossInnen.

Als die Polizei eine größere Intervention durchführte, nahm sie alle bis auf ein Transparent und einige AktivistInnen mit. Aus einem Balkon wurden mehrere Eier, die auch mindestens einen Journalisten trafen, und Böller geworfen. Später am Abend, vor allem dann als es dunkler wurde und die Demo beendet war, eskalierte die Lage auf beiden Seiten. Die Polizei ging brutal vor und die DemonstrantInnen warfen Flaschen. Oft viel zu kurz. Nur selten trafen sie PolizistInnen, die dann von ihnen abprallten.

So war der Abend geprägt von vielen Parolen gegen die Polizei, teilweise brutalem Durchgreifen der eingesetzten BeamtInnen und einigen Flaschenwürfen. Die Teilnehmenden waren dieses Jahr deutlich weniger als im Vergangengen. Lag das an der Nicht-Anmeldung?

Bildergalerie:

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