Solidarität mit den Hungerstreiks in den israelischen Gefängnissen

Am Sonntag versammelten sich zur selben Zeit wie Pulse of Europe am Stachus ca. 80 Menschen, um ihre Solidarität mit den 1800 Hungerstreikenden in Israel zu bekunden. Gekommen waren fast nur Mitglieder der arabisch-palästinensischen Community in München. Im Gegensatz zu Pulse of Europe, wo die Stimmung ziemlich schlecht und gelangweilt war, herrschte eine mutig-kämpferische Stimmung. Viele junge Menschen und auch Kinder waren gekommen. Die Teilnehmenden hielten fast alle entweder eine Palästinaflagge oder ein selbstgemaltes Schild hoch. Auf diesen standen z.B. die Forderungen der Hungerstreikenden in den israelischen Gefängnissen geschrieben oder die Folgen eines Hungerstreiks für den menschlichen Körper. Aus Solidarität wurde allen Teilnehmenden ein Becher Salzwasser gegeben. Alle tranken ihn solidarisch gemeinsam.

Am Rande der Mahnwache verteilten mehrere AktivistInnen Flugblätter an die Vorbeilaufenden. Darauf standen die zehn Forderungen der 1800 palästinensischen Gefangenen:

„1. Aufhebung der Inhaftierungen ohne jegliche Anklage oder rechtsstaatlichen Prozess, worunter derzeit 500 Häftlinge betroffen sind
(…)
3. Verbot der Isolationshaft, welche in manchen Fällen bis zu zehn Jahre andauert
4. Erlaubnis der Häftlinge zu weiterführender Schulbildung und Hochschulbildung
5. Aufhebung des Verbots von Besuchen für Häftlinge
(…)
7. Erlaubnis der Häftlinge ihre Familienangehörigen bei Besuchen ohne Barrieren zu treffen
(…)
10. Erlaubnis der Häftlinge an Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Bekleidung und Nahrungsmittel“

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